CEO-Positionierung
Wer ist der Neue?
H/Advisors Gauly hat in der Kurzstudie „Alles auf Anfang“ 60 CEO-Antritte verglichen. Die Studie bezieht sich auf die Jahre 2024 und 2025. Hier ein paar Ergebnisse, die besonders auch für mittelständische Unternehmen interessant sein dürften.
17 % aller untersuchten Unternehmen haben weder die Ernennung noch den Amtsantritt in einer Mitteilung bekannt gemacht. Das ist viel verschenktes Potential, bedenkt man die Chancen und Effekte einer guten CEO-Positionierung.

Lassen Sie Ihren CEO zu Wort kommen
Gerade mal ein Drittel der Mitteilungen enthielt eigene Zitate der neuen CEOs – bei börsennotierten Unternehmen sind es 44 %, beim großen Mittelstand gerade mal 14 %. Persönlichkeit, Nähe und Verlässlichkeit fallen hier kommunikativ ziemlich unter den Tisch.
Neben klassischen Mitteilungen punktet vor allem LinkedIn als Social Network. LinkedIn ist die zentrale Plattform für das persönliche Profil des CEOs: Es stellt sich also längst nicht mehr die Frage „ob“, sondern „wie“.
Was auf LinkedIn gut funktioniert
- Reichweite durch Interaktion: CEOs, die nicht nur posten, sondern auch auf die Kommentare reagieren, erreichen deutlich höhere Interaktionen.
- Persönlichkeit: Posts, die in der Ich-Perspektive formuliert werden, erreichen mehr als doppelt soviel Interaktion wie Wir-Beiträge. Persönliches Erzählen funktioniert. Übrigens punkten auch emotionale Posts gegenüber sachlichen.
- Anlässe bewusst nutzen: Der Amtsantritt wirkt stärker als die Ernennung. Das dürfte angesichts der vorigen Punkte nicht überraschen, lässt sich die persönliche Nähe beim Antritt kommunikativ besser greifen.
Meine Empfehlung
Lassen Sie solche Gelegenheiten nicht ungenutzt. Besonders im Mittelstand scheint das nach wie vor ein Entwicklungsfeld zu sein.
- Nur weil ein CEO/Geschäftsführer in der Öffentlichkeit gut positioniert ist, zeugt das noch lange nicht von einer egozentrischen One-Man-Show (möglicherweise ist das ein Grund für die Zurückhaltung).
- Ein weiterer könnte sein: Kommunikationswirkung zu unterschätzen und deshalb in diesem Bereich personell zu schwach aufgestellt zu sein. Das ist hoffentlich nicht der Fall – wenn doch, rufen Sie mich bitte an.
Übrigens waren im Studienzeitraum 2024 bis 2025 gerade mal 5 der 60 neuen CEOs Frauen.
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Ich freue mich auf den persönlichen Austausch!
